Das Podiumsgespräch mit Maria (Mascha) Alyokhina und Milo Rau widmet sich der Frage nach der politischen Sprengkraft von Kunst. Beide stehen für eine Praxis, die ästhetische Formen nicht als Dekoration versteht, sondern als Intervention. Alyokhina ist Teil des feministischen Kunstkollektivs «Pussy Riot» und wurde für ihre Aktionen gegen das russische Regime verfolgt und inhaftiert – Kunst als Risiko, als realer Widerstand mit persönlichen Konsequenzen.
Der Regisseur, Autor und Intendant der Wiener Festwochen, Milo Rau, ist bekannt für seine Arbeit an der Schnittstelle von Kunst und Aktivismus (z. B. Das Kongo Tribunal). Mit seinen internationalen Theater- und Filmprojekten bringt er reale politische Konflikte auf die Bühne und untersucht die Grenze zwischen Dokumentation, Anklage und künstlerischer Form. Seine Stücke wurden in über zehn Ländern in Kritikerumfragen zu den besten des Jahres gewählt; 2019 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Lund, 2020 jene der Universität Gent.
Im Gespräch geht es um die Frage, was Kunst angesichts von Repression, Krieg und autoritären Strukturen vermag – und wo ihre Grenzen liegen: ein Abend über Mut, Verantwortung und die Kraft künstlerischer Mittel im Kampf um Freiheit.
Moderation: TBA
Büchertisch: Buchhandlung TBA
Die vierzehnte Ausgabe des Literaturfestival Zürich wird gemeinsam präsentiert von Kaufleuten Kultur und Literaturhaus Zürich.
Mit freundlicher Unterstützung des Präsidialdepartements der Stadt Zürich, der Fachstelle Kultur Kanton Zürich, der Ernst Göhner Stiftung, der Walter Haefner Stiftung und dem Kulturfonds der ProLitteris.
Medienpartner: Tages-Anzeiger
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Livestream-Tickets sind auf der → Festival-Webseite verfügbar.



