Sibylle Berg (*1962 in Weimar) zählt zu den radikalsten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Sie schreibt scharf, unbequem, hochpolitisch – und mit einem ganz eigenen, unverwechselbaren Sound. Nach «GRM. Brainfuck» und «RCE» findet ihre dystopische Romantrilogie mit «PNR: La Bella Vita» ihren Abschluss.
Seit ihrem Debüt in den 1990er-Jahren verfasst Berg Romane, Essays und Theaterstücke, die für ihren scharfen Witz, ihre präzise Gesellschaftsanalyse und ihren lakonischen Ton bekannt sind. Mit analytischer Klarheit und schwarzem Humor seziert sie Gegenwart und Zeitgeist – stets auf der Suche nach den Rissen im System. Für ihr Werk wurde sie unter anderem mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet.
In «PNR: La Bella Vita» richtet sie den Blick auf das Versprechen vom guten Leben in einer Welt zwischen Selbstoptimierung, digitaler Dauererregung und sozialer Kälte. Mit bitterer Komik und existenzieller Schärfe erzählt Berg von Figuren, die nach Glück suchen – und sich dabei im Dickicht aus Erwartungen, Illusionen und Abstiegsängsten verlieren.
Am Festival präsentiert sie ihr neues Buch als Leseperformance mit Film. Philipp Theisohn, Professor für Neuere deutsche Literatur und Leiter des Deutschen Seminars an der Universität Zürich, führt ein einleitendes Gespräch mit ihr.
Einleitendes Gespräch: Philipp Theisohn
Film: Heta Multanen
Büchertisch: Buchhandlung Volkshaus
Die vierzehnte Ausgabe des Literaturfestival Zürich wird gemeinsam präsentiert von Kaufleuten Kultur und Literaturhaus Zürich.
Mit freundlicher Unterstützung des Präsidialdepartements der Stadt Zürich, der Fachstelle Kultur Kanton Zürich, dem Kulturfonds der ProLitteris.
Medienpartner: Tages-Anzeiger
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Livestream-Tickets sind auf der → Festival-Webseite verfügbar.

