Writers in Residence

Seit Dezember 2010 bieten das Literaturhaus Zürich und die Stiftung PWG, mit Unterstützung von Stadt und Kanton Zürich, eine Writers-in-Residence-Wohnung an. Im August 2026 trifft unser 32. Writer in Residence Fann Attiki in Zürich ein.

Leben und Werk

Der Slam-Poet, Romanautor und Dramatiker wurde 1992 in Pointe-Noire in der Republik Kongo (Kongo-Brazzaville) geboren und erlangte mit seinem Roman «Cave 72» (JC Lattès 2021) internationale Anerkennung. Von 2011 an setzte er sich leidenschaftlich dafür ein, die urbane Slam-Poesie in der Republik Kongo bekannt zu machen. Im Jahr 2016 zog er nach Brazzaville und erweiterte sein künstlerisches Spektrum auf Theater, Dramatik und Kurzgeschichten und liess sich dabei sowohl von klassischen französischen Meistern wie Gustave Flaubert als auch von legendären kongolesischen Stimmen wie Sony Labou Tansi und Emmanuel Dongala inspirieren.

Sein Debütroman «Cave 72» spielt in einer beliebten Bar in Brazzaville und handelt von einer Gruppe von Freunden, die ungewollt zur Zielscheibe einer Verschwörung der korrupten Regierung werden und damit einen nationalen Aufstand auslösen. Mit dieser bissigen, tragikomischen politischen Satire, die sich mit patriarchalischer Autokratie, Korruption und der Desillusionierung der jüngeren Generation Afrikas auseinandersetzt, gewann Attiki 2021 den renommierten Prix Voix d’Afriques. Fann Attiki lebt und arbeitet seit 2016 in Brazzaville, der Hauptstadt der Republik Kongo.

Veranstaltung

Am Montag, den 28. September 2026, wird Fann Attiki im Literaturhaus auftreten, sich im Gespräch mit Isabelle Capron über sein Schreiben austauschen und aus seinem Roman «Cave 72» (Lenos 2025) vorlesen. Das Gespräch findet auf Französisch mit zusammenfassender deutscher Übersetzung statt. Aus der deutschen Übersetzung liest die Schauspielerin Isabelle Menke.

Fernab des Alltags

Wechselnde Autor*innen aus aller Welt können sich hier in Ruhe jeweils während eines halben Jahres auf ihr Schreiben konzentrieren.

Die bisherigen Gäste:

  • Olli Jalonen (Finnland)
  • Kiran Nagarkar (Indien)
  • Aslı Erdoğan (Türkei)
  • Ángela Pradelli (Argentinien)
  • Sreten Ugričić (Serbien)
  • Girgis Shoukry (Ägypten)
  • Noémi Kiss (Ungarn)
  • Teju Cole (USA/Nigeria)
  • Tamta Melashvili (Georgien)
  • Xiaolu Guo (England/China)
  • Tadeusz Dabrowski (Polen)
  • Shumona Sinha (Indien/Frankreich)
  • Viktor Martinowitsch (Weissrussland),
  • Ken Bugul (Senegal),
  • Hernán Ronsino (Argentinien)
  • Bae Suah (Südkorea)
  • Georgi Gospodinov (Bulgarien)
  • Aura Xilonen (Mexiko)
  • Maaza Mengiste (Äthiopien/USA)
  • Christos Chryssopoulos (Griechenland)
  • Lana Bastašić (Kroatien)
  • Sjón (Island)
  • Djaimilia Pereira de Almeida (Portugal/Angola)
  • Josephine Rowe (Australien)
  • Khaled Khalifa (Syrien)
  • Adania Shibli (Deutschland/Palästina)
  • Sayaka Murata (Japan)
  • Laksmi Pamuntjak (Indonesien)
  • Jean D’Amérique (Haiti/Frankreich)
  • Carlos Fonseca (Costa Rica / Puerto Rico)
  • Aliyeh Ataei (Iran/Frankreich)

Kuration 2010-2013: Beatrice Stoll

Kuration 2013-2024 (1. Halbjahr): Gesa Schneider

Kuration seit zweiter Hälfte 2024: Nicola Steiner

Projektleitung: Pablo Assandri